Tropenreisen
Foto: © Ivan Mikhaylov - 123RF.com
tropical-travel

REISEINFOs

Erst informieren, dann reisen. Aktuelle online Reiseführer für tropische Länder und Inseln.

tropical-travel.de =>

tropical info
+++ online Reiseführer von tropical-travel.de +++

Mandalay

Zeit zu reisen - Zeit zu leben

Karte einblendenMandalay Karte

Myanmar Karte Die alte Königsstadt Mandalay ist heute das wirtschaftliche und religiöse Zentrum Zentral- und Nord-Myanmars. Der internationale Flughafen wird von ausländischen und inländischen Airlines angeflogen. Die Taxi-oder Busfahrt vom Flughafen in die Innenstadt dauert etwa 45 Minuten.

Die rechtwinklig angelegte Straßenplanung lässt eine schnelle und gute Orientierung in der Millionenmetropole zu, die eigentlich eher wie eine große Kleinstadt wirkt mit ihren schmalen Straßen und ohne Hochhäuser. Die Hauptdurchgangsstraßen sind gut befestigt und breiter. Hier fließt der Verkehr, der noch hauptsächlich aus Mopeds besteht. Die schmaleren Nebenstraßen sind weniger stark frequentiert. Hier liegen kleine Gechäfte, Restaurants und Straßenverkaufsstände. Die Straßenränder sind weitestgehend unbefestigt und verdreckt.

Mandalay ist anders als andere Millionenstädte. Es wirkt beschaulich und klein, hat außer den touristischen Highlights und den Tempeln und Pagoden nicht viel Sehenswertes zu bieten. Aber die Bewohner sind freundlich, hilfsbereit, lachen viel und begrüßen Fremde häufig mit einem "hello" oder "hi". Als Individualtourist wird man noch wie ein Wesen vom anderen Stern betrachtet. Wenn man sich auf Mandalay einlässt und in die Stadt mit Ruhe und offenen Augen eintaucht, spürt man den besonderen Zauber der alten Königsstadt und religiösen Metropole Myanmars.

Die Mopedfahrt durch Mandalay ist ein kleines Wagnis und ein Erlebnis, gilt als Vorfahrtsregel, wer am konsequentesten drängelt und fährt, darf als erster. Da sich alle (auch Autos) mit Maß daran halten, scheint es zu funktionieren.

Mandalay ist im Wandel. Es wird viel gebaut, v.a. Hotels und Restaurants entstehen für den steigenden Tourismus. Gute internationale Restaurants sind derzeit noch Mangelware, und die einheimischen einfachen Restaurants, die es in großer Zahl gibt, sind bzgl. Hygiene mit Vorsicht zu geniessen, wenngleich die burmesische Küche vorzüglich sein kann.

Mandalay
Foto: Blick über Mandalay vom Mandalay Hill © tropical-travel.com

Zur aktuellen Situation 2026

Die Situation in Mandalay in Myanmar ist auch lange nach dem schweren Erdbeben vom 28. März 2025 weiterhin sehr angespannt und von großen Problemen geprägt. Die Stadt lag nahe am Epizentrum des Bebens der Stärke 7,7, weshalb die Zerstörungen besonders massiv ausfielen. Zahlreiche Gebäude stürzten ein oder wurden schwer beschädigt, darunter Wohnhäuser, Brücken und historische Bauwerke wie der Mandalay-Palast. In manchen Stadtteilen wurde ein großer Teil der Bausubstanz zerstört, sodass ganze Viertel kaum wiederzuerkennen waren.

Unmittelbar nach dem Erdbeben kam es zu einem weitgehenden Zusammenbruch der Infrastruktur. Strom- und Wasserversorgung fielen aus, Kommunikationsnetze funktionierten nur eingeschränkt, und viele Straßen waren blockiert oder zerstört. Auch Krankenhäuser waren entweder beschädigt oder völlig überlastet, was die Versorgung von Verletzten erheblich erschwerte. Rettungsarbeiten gestalteten sich dadurch besonders schwierig.

Bis heute leiden viele Menschen unter den Folgen der Katastrophe. Ein großer Teil der Bevölkerung lebt noch immer in provisorischen Unterkünften, oft unter schlechten hygienischen Bedingungen. Es fehlt vielerorts an sauberem Trinkwasser, medizinischer Versorgung und ausreichend Nahrung. Der Wiederaufbau kommt nur langsam voran, auch weil finanzielle Mittel und organisatorische Strukturen fehlen.

Zusätzlich wird die Lage durch die politische Situation im Land verschärft. Myanmar befindet sich weiterhin in einem Bürgerkrieg, der den Zugang zu betroffenen Gebieten erschwert und internationale Hilfsmaßnahmen behindert. Dadurch verzögert sich die Unterstützung für die Bevölkerung weiter. Insgesamt ist Mandalay somit auch ein Jahr nach dem Erdbeben von einer schweren humanitären Krise geprägt, in der sich die Folgen der Naturkatastrophe mit politischen und wirtschaftlichen Problemen überlagern.

Mandalay
Foto: Stadtmauer Mandalay mit Blick zum Mandalay Hill © tropical-travel.com

Einreise und Visum

Aktuelle Infos beim Auswärtigen Amt =>.
Für den einmaligen 28-tägigen Aufenthalt benötigt man ein Touristen-Visum. Dieses kann bei der Botschaft von Myanmar in Deutschland oder im Internet online beantragt werden. Seit dem 1. September 2014 kann ein eVisa online beantragt werden. Es gilt für die Einreise am Yangon/Mandalay/Naypyidaw Int. Airport und kostet 50 USD. Bei Einreise wird dann nur die Emailbestätigung benötigt, keine weiteren Passfotos. Seit 1.10.2019 ist es für Deutsche und Schweizer möglich, per Visa-on-arrival einzureisen, also das Visum erst am Flughafen bei Ankunft zu erwerben. Dies geht an den internationalen Flughäfen von Yangon, Mandalay und Naypyidaw und kostet 50 USD (Passfoto erforderlich). Man sollte bedenken, dass es eventuell zu längeren Wartezeiten kommen kann, so dass ein vorher erworbenes eVisum vorteilhafter ist. Die Kosten von 50 USD sind gleich.

ACHTUNG: für Myanmar besteht aufgrund des Bürgerkriegs eine offizielle Reisewarnung. Von Reisen nach Myanmar wird abgeraten! Es kommt auch immer wieder zum Aussetzen der Visabeantragung. [Stand: Januar 2026]

Mandalay Mandalay Mandalay Mandalay Mandalay Mandalay

Mandalay Mandalay Mandalay Mandalay Mandalay Mandalay

Mandalay Mandalay Mandalay Mandalay Mandalay Mandalay
Fotos mit Mouse-over vergrößern

Geld / Wechselkurs

Am Flughafen gibt es verschiedene Geldwechselanbieter mit unterschiedlichen Kursen. Die Wechselraten sind unwesentlich anders als in der Stadt, so dass man bereits am Airport tauschen kann/sollte. Zum Teil sind die Kurse noch immer abhängig von der Währungsnote (je größer, dest besser der Kurs). Es gibt in Mandalay internationale Geldautomaten und etliche Geldwechsler im Stadtzentrum. Ansonsten wechseln auch Hotels, aber zu einem sehr ungünstigen Kurs, Dollars und Euro. Dollarnoten müssen vollkommen unbeschädigt und ungeknickt sein. Am besten 100-Dollar-Noten, da die ohne Abschlag umgetauscht werden.

Klimatabelle

Wetter und Klima in Mandalay

Das Klima in Mandalay ist subtropisch trocken-heiss. Mandalay liegt in der zentralburmesischen Tiefebene, die vom Ayeyarwady durchflossen wird. Begrenzt wird die Ebene von bis zu über 3000m hohen Chin-Bergen in Westen und über 2000m hohen Shan-Bergen im Osten. Dadurch werden die Regenwolken der Monsune aufgehalten und erreichen Mandalay kaum oder in abgeregneter Form. Die Niederschlagsmengen sind ganzjährig gering. Von November bis April fällt so gut wie kein Niederschlag, und auch in den Sommermonaten, wenn der Irrawaddy anschwillt, gibt es nur kurze Regengüsse. Allerdings kann es windig und tagelang bewölkt sein.
Die Tagestemperaturen liegen immer über 30 Grad, können von März bis Mai auch weit über 40 Grad reichen. Im Dezember und Januar kann es nachts und früh morgens kühl (unter 20 Grad) werden.

birmanisch

Weitere Infos:

  • Zeit: MEZ plus 5,5 Stdn / MESZ plus 4,5 Stdn.
  • Mobil telefonieren mit ausländischer Sim-Karte noch nicht überall möglich; mobil telefonieren mit Myanmar Sim-Karte von MPT nur innerhalb Myanmars möglich.
  • Strom: 220 Volt mit Adapter (US-Adapter); Eurostecker funktioniert ohne Adapter
  • Internet und WiFi: nahezu überall in Mandalay wieder verfügbar, aber noch sehr langsam
  • Impfungen: keine Vorschriften
  • Medizinische Versorgung in und um Mandalay vorhanden
  • Geldwechsel und ATM: am Flughafen Yangon und Mandalay, sowie im Stadtzentrum vorhanden

Mandalay
Foto: Ayeyarvaddy River Mandalay © tropical-travel.com

Sehenswertes

Mandalay Karte Ausflüge und Touren in Mandalay (Amarapura, Inwa, Sagaing) bieten einige spezialisierte Reiseagenturen an, oder man findet Angebote in den Hotels. Wer sich traut, kann auch mit den ortskundigen Taxifahrern Touren machen, entweder mit dem Auto oder dem Moped. Der Fahrer sollte allerdings gut Englisch sprechen können. Empfehlen können wir Herrn Win Ko, der nahe des Yadanarbon Hotels auf Gäste wartet.

Unbedingt sehenswert ist neben dem Königspalast als Muss v.a. allem das Stadtgebiet zwischen dem Zentralmarkt und dem Ted Thay See. Dort liegen die meisten Klöster, der Jademarkt, die Marmor- und Bronzewerkstätten und der Mahamuni-Tempel, das größte buddhistische Heiligtum Mandalays. Früh morgens sieht man ungezählte rostrote buddhitische Mönche und pink-rosa-farbene Nonnen in den Straßen, um ihre Essensgaben zu empfangen.

Ein Sonnenuntergang ist nicht nur auf dem Mandalay-Hill sehenswert, sondern auch am Sunset-Point am Ayeyarwady, wo sich allabendlich auch einheimische Pärchen treffen.

Wer möglichst viele der Pagoden, Tempel und Klöster Mandalays besichtigen möchte, benötigt mindestens drei volle Tage. Die wichtigsten und bedeutensten haben wir in unserem Überblick gelistet.

Ausflüge nach Amarapura und Sagaing, die ehemaligen Königsstädte, sollte man ebenfalls in die Reise einplanen, um die dortigen Pagoden und Sehenswürdigkeiten zu geniessen.

Mandalay Mandalay Mandalay Mandalay Mandalay Mandalay

Mandalay Mandalay Mandalay Mandalay Mandalay Mandalay

Mandalay Mandalay Mandalay Mandalay Mandalay Mandalay
Fotos mit Mouse-over vergrößern

Geschichte Mandalays

Mandalay wurde im Jahr 1857 von König Mindon Min als neue Hauptstadt des birmanischen Königreichs gegründet. Die Stadt war das letzte Zentrum der Konbaung-Dynastie und entwickelte sich schnell zu einem politischen, religiösen und kulturellen Mittelpunkt mit dem prächtigen Königspalast im Zentrum.
Im Jahr 1885 endete diese Epoche mit der britischen Eroberung während des Dritten Anglo-Birmanischen Kriegs. Mandalay wurde Teil des Britischen Empires und verlor seine Funktion als königliche Hauptstadt, blieb aber ein wichtiges Handels- und Verwaltungszentrum.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt stark zerstört, besonders durch Kämpfe zwischen japanischen und alliierten Truppen. Nach der Unabhängigkeit Myanmars im Jahr 1948 wurde Mandalay wieder aufgebaut und entwickelte sich zu einer der wichtigsten Städte des Landes.
Heute ist Mandalay vor allem ein kulturelles und religiöses Zentrum Myanmars und bekannt für seine Pagoden, Klöster und traditionelle Handwerkskunst, während es zugleich eine bedeutende wirtschaftliche Rolle im Norden des Landes spielt.

Mehr zur Geschichte Myanmars =>

Pagoden in und um Mandalay

Nachfolgend eine Auflistung der wichtigsten und größten Tempel, alten Klöster und Pagoden Mandalays, inklusive Amarapura und Sagaing:

Mandalay

Fotos mit mouseover vergrößern
Mandalay Königspalast: 1857 von König Mindun erbaut 1942 vollständig abgebrannt und 1954 rekonstruiert
Mandalay Ayaik Ma Htwet
Mandalay Zina Man Aung
Mandalay Shwe Ean Daw
Mandalay Chantar
Mandalay Yadana Myintze
Mandalay Ein-daw-ya, Eindawya: erbaut 1847 von König Pagan Min; Buddhastatue aus Quarz und Opal
Mandalay Setkyathiha: erbaut 1861, Buddhastatue von 1823 von König Bagyidaw aus Inwa heilige Bodhibäume und angeschlossene Nonnenschule
Mandalay Mahamuni: erbaut verm. um 1784 von König Bodawpaya heiligster Pilgerort Zentral-Myanmars
Mandalay Mahamuni: Mahamuni Buddha; direkter Besuch des Buddha nur für Männer mit langem Beinkleid
Mandalay Ananda: erbaut um 1860 von König Mindon nach Vorbild der Ananda Pagode in Bagan; vier stehende Buddhas
Mandalay Atumashi: erbaut 1857 von König Mindon zerstört und nicht originalgetreu rekonstruiert, große Empfangshalle
Mandalay Kothudawerbaut 1868 von König Mindon beherbergt den Palikanon (die Lehren Buddhas) auf 729 Marmortafeln als größtes Buch der Welt
Mandalay Sandamuni: erbaut 1866 von König Mindon beherbergt den größten aus Eisen gegossenen Buddha Myanmars
Mandalay Kyauk Taw Gyi: erbaut zwischen 1853 und 1878 von König Mindon 5m hoher 500t schwerer Marmorbuddha mit 54 einkarätigen Diamanten; aus einem Marmorblock gefertigt
Mandalay Su Taung Pyi: 1882 in jetziger Form errichtet,auf zwei Drittel des Mandalay Hills; über 980 Stufen vom Fuß des Mandalay Hills zu ersteigen; Arm Buddhas weist auf die Stadt Mandalay (Prophezeiung)
Mandalay Shwenandaw Monestery: erbaut 1782 von König Mindon als königliches Gemach 1996 vollständig renoviert und als Museum eröffnet
Mandalay Shweinbin Monestery: 1895 von chinesischen Jadehändlern erbaut filigrane Holzschnitzarbeiten

Amarapura

Fotos mit mouseover vergrößern
Amarapura Kab Gyi
Amarapura Pathodawgyi: erbaut 1820 von König Bagyidaw nach indischem Vorbild 55m hohe schneeweisse Pagode
Amarapura Kyaw Aung Sanhtar
Amarapura Kyauk Taw Gyi: erbaut 1847 von König Pagan nach Vorbild des Ananda Tempels in Bagan
Amarapura
Amarapura Mahagandayon Monestery: 1914 gegründetes buddhistisches Kloster, eines der größten Mynamars; morgentliches öffentliches Essen der Mönche
Amarapura Bagaya Monestery: erbaut Anf. d. 19. Jh. von König Badawpaya; 1996 rekonstruiert, heute Museum mit div. Buddhastatuen und Pali-Schriften

Sagaing

Fotos mit mouseover vergrößern
Sagaing U-Min-Thonze: 45 Buddhas in einer halbmondförmigen Gebetshalle
Sagaing Soon Oo Pan Nye Shin (Sun U Pan Nye Shin): erbaut 1315; grandioser Ausblick; beliebtes Ausflugsziel der Einheimischen
Sagaing
Law Ka Man Aung
Ma Shi Ka Na
Hsin Mya Shin: erbaut 1429 von König Monhyin, Pagode der vielen Elefanten
Htu Pa Yon: erbaut 1444 von König Narapati
Pada Mya Zedi
Augnmyelawka (Eindawa)

Hotels

Die besten internationalen Hotels liegen im Nordosten der Stadt, etwas entfernt vom Zentrum. Dazu zählen das Mandalay Hill Resort, das Red Canal Hotel, das upar oder ds Sedona Hotel. Zentrumsnah sind folgende Hotels zu empfehlen: das Yadarnabon Hotel, das Oway Hotel, das Amazing Mandalay Hotel und das Tiger One kommen auch hinzu.


tropical-travel online Reiseführer

nicht gewerbliche kostenlose Reiseführer für tropische Länder und Inseln